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Ich aß vor Glück - und wurde unglücklich;
Ich aß vor Freude - und fühlte mich miserabel;
Ich aß aus Geselligkeit - und bekam Streit;
Ich aß aus Freundschaft - und schuf mir Feinde;
Ich kotzte, um schlafen zu können - und wachte übernächtigt auf;
Ich kotzte, um leichter sprechen zu können - aber ich stammelte nur;
Ich kotzte, um mich himmlisch zu fühlen - und hatte die Hölle;
Ich kotzte, um zu vergessen - aber die Gedanken holten mich ein;
Ich kotzte, um frei zu werden - und wurde abhängig;
Ich kotzte, um Probleme zu lösen - aber sie wurden immer mehr;
Ich kotzte, um mit dem Leben fertig zu werden - und lud den Tod ein

25.2.08 16:44, kommentieren

Erst wenn du krank bist,merkst du,
wie schön es ist gesund zu sein.

Erst wenn du durst hast, merkst du,
wie schön es ist zu trinken.

Erst wenn du verlierst, merkst du,
wie schön es ist zu gewinnen.

Erst wenn du weinst, merkst du,
wie schön es ist zu lachen.

Erst wenn du kurz vor dem ersticken bist, merkst du,
wie schön es ist zu atmen.

Erst wenn du hasst, merkst du,
wie es ist zu lieben.

Weißt du auch erst wenn du stirbst,
wie schön es ist zu leben?

25.2.08 16:45, kommentieren

When I write of hunger, I am really writing about love and the hunger for it, and warmth and the love of it . . . and it is all one.

*M.F.K. Fisher

25.2.08 16:46, kommentieren

Im Gegensatz zu dem braven und lieben Bild, das Anorektikerinnen
von sich zeichnen, hassen sie Familie, Schule und Institutionen. Sie stehen immer draußen, immer abseits, immer am Rande, am weißen Papierrand, wo NICHTS geschrieben steht, in der menschenleeren
Wüste, wo Leben und Tod ineinanderfließen. Die sogenannten Magersüchtigen sind entwurzelte Menschen, Fremde im eigenen Lande, Heimatlose im eigenen Ort, und sie hungern nach den grundsätzlichen
Dingen, nach Liebe und Anerkennung.

(aus: Patricia Bourcillier: Magersucht & Androgynie)

25.2.08 16:53, kommentieren

Das, was wir Menschen am meisten brauchen,
ist ein Mensch, der uns dazu bringt,
das zu tun, wozu wir fähig sind.

*R. W. Emerson

25.2.08 16:59, kommentieren

Ändert sich der Zustand der Seele, so ändert dies zugleich auch das
Aussehen des Körpers und umgekehrt: ändert sich das Aussehen des Körpers, so ändert dies zugleich auch den Zustand der Seele.

25.2.08 17:01, kommentieren

Wenn man uns Frauen glauben will, dann sind wir niemals hungrig. Wir leben von kleinen Ms.-Pac-Man-Energietabletten. Wir ekeln uns vor dem Essen, es verursacht uns Juckreiz, Essen ist schmutzig, ich mag eigentlich nur Sellerie. Wenn man uns Frauen glauben will, dann sind wir ätherische Wesen, die nur mit größter Abscheu essen, die vor Ekel die Lippen verziehen, während sie einen Kleinstbissen zwischen den Zähnen haben.
Essen, nur weil es Spaß macht? Wohl kaum!
Hungern ist heutzutage Ausdruck von Weiblichkeit, so wie es die Ohnmacht im vorigen Jahrhundert war.


Eine Dame ißt wie ein Vögelchen. Eine Dame sieht aus wie ein Vögelchen, mit zerbrechlichen Knochen, doch machtvoll im Flug wenn sie sich schwerelos in die Lüfte erhebt.
Wir geben vor, kein Intresse zu haben und lachen. Nachts schleichen wir uns zuweilen in die Küche, das Dreieck des Lichts, das der Kühlschrank auf dem Boden wirft, wir schaufeln uns kalten Braten, Eiscreme, Früchtegelee, Käse in den Mund, schlucken ohne zu kauen (...)

Der Schmerz ist notwendig, insbesondere der Schmerz des Hungers. (...) Tatsächlich mag man den Schmerz....

 

aus: Alice im Hungerland Q

25.2.08 17:09, kommentieren